Philosophie
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Um jungen Leuten die Wissenschaft auf interessante Art und Weise näher zu bringen, ist es an der Zeit sich über neue Formen der Wissensvermittlung Gedanken zu machen. Jugendliche begründen ihr Desinteresse an Wissenschaft und Technik oft damit, wie das Thema an den Schulen unterrichtet wird, mit der Komplexität entsprechender Fächer und einem scheinbaren Mangel an beruflichen Perpektiven. Das EU-HOU-Projekt "Hands-On Universe, Europe. Bringing frontline interactive astronomy to the classroom" dient dem allgemeinem Ziel, die wissenschaftliche Lehre zu erneuern.

Trotz ihrem Interesse zu technischen Spielereien und Geräten empfinden viele Jugendliche die Wissenschaft als uninteressant, fern und vor allem ‘uncool’. Dies führte zu einem kontinuierlichen Rückgang an jungen Leuten, die sich für eine wissenschaftlich-technologisch orientierte Karriere entschieden.

Dies bringt ernsthafte Konsequenzen für Europa mit sich. Der moderne gesellschaftliche Wohlstand basiert auf fortwährendem wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt. Das Streben Europas der wettbewerbsfähigste wissensgestützte Wirtschaftsraum der Welt zu werden, erhöht die Nachfrage an Spitzenforschung enorm. Wenn wir nicht mehr junge Leute für die wissenschaftliche Gemeinschaft gewinnen können, wird diese Nachfrage nicht mehr zu decken sein.

Um bei der jungen Generation das Interesse an Wissenschaft wieder zu wecken, sollen die Schüler durch die Astronomie und Nutzung neuer Technologien besonders gefordert werden. Die Hauptzielgruppe werden also die Lehrer sein, welche durch ein Pilotschulen-Programm angeworben und eingebunden werden.

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Das Projekt basiert auf realen Beobachtungen, möglicherweise sogar selbst von den Schülern im Klassenraum erworben. Möglich wird dies dank eines europäischen und weltweiten Netzwerks automatischer Teleskope, angesteuert via Internet oder didaktischen Hilfsmitteln (Webcam-System, Radioteleskop), welche innerhalb des Projektes entwickelt werden. Die Beobachtungen können mittels einer schülerfreundlichen Software im Klassenraum beeinflusst werden. Sie werden in pädagogische Forschungen, in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Lehrern, einbezogen. Die im Verlauf des Projektes entwickelten Ergebnisse werden dann auf dieser Seite veröffentlicht.